Barfuß im Herbstlaub

Herbst-Tipp für Barfuß Einsteiger

Barfuß im Herbst

Der Herbst, eine wundervolle Zeit zum Barfußlaufen. Er steckt voller Aha-Momente. Auch von uns, die wir nun schon einige dieser Jahreszeiten barfuß erleben durften, wird er jedesmal mit Freude begrüßt.

Wenn man mich fragt, welche Jahreszeit ich am liebsten barfuß erlebe, so steht an erster Stelle der Herbst. Nicht nur die Augen erfreuen sich jetzt an der bunten Natur. Es ist außerdem die Zeit der abwechslungsreichsten Klimareize für Körper und Füße.

Barfuß im Herbst

Wer gerne auch in der kälteren Jahreszeit das Barfußlaufen erproben möchte oder sogar das hohe Ziel vor Augen hat, Ganzjahresbarfüßer zu werden, stößt unweigerlich auf zwei harte Barrieren. Da wäre zum Einen der Kalender. Da steht irgendwo im September „Herbstanfang“. Und prompt sieht man die Menschen in dicken Jacken und derbem Schuhwerk und selbst das kleine Hündchen trägt schon ein wärmendes Mäntelchen. Obwohl die Sonne noch die gleiche Kraft wie am Tag zuvor hat. Findest Du das nicht auch kurios? Das es jetzt Leute gibt, die noch barfuß laufen, stößt da vielmals – und das ist die zweite Barriere – auf verständnisloses Kopfschütteln bei den Mitmenschen. „Was sollen die nur von mir denken?“

Reines Kopfkino, oder…

…wie schon Sabrina Fox in ihrem Beitrag sagte: „Was wissen die Augen schon von Kälte“. Besser kann man es nicht beschreiben. Wer das Barfußlaufen im Herbst erlebt, wird erkennen, wie anders die augenscheinliche Einschätzung der Bodentemperatur oftmals sein kann. An einem sonnigen Herbsttag wechselt nicht nur die Tagestemperatur alle paar Stunden. Die Bodentemperatur kann das noch viel besser.

Wir erleben ständig Überraschungen. Der Asphalt ist meist viel wärmer als Wiesen, Lehmboden wärmer als normaler Erdboden. Waldboden ist herrlich warm und Beton unfreundlich kalt. Im Sommer sind die Fliesen in Geschäften herrlich kühl, in Herbst und Winter angenehm temperiert. Wer das Barfußlaufen nur auf den Sommer beschränkt, verpasst jetzt im Herbst jede Menge neuer Sinneserlebnisse.

Barfuß durch welkes Laub oder abgemähte, feuchte Wiesen zu schlendern zaubert ein Lächeln aufs Gesicht. Erinnerungen an die Kindheit kommen auf und die Freude darüber, dass wir in jedem Alter und zu jeder Jahreszeit barfuß laufen können.

Wolfgang barfuß im Herbst

Damit Du auch im Herbst weiterhin viel barfuß sein kannst, wollen wir Dir dazu ein paar Tipps anhand unserer Erfahrungen und der unserer Leser geben:

  • So oft und so lange wie möglich am Tag barfuß sein. Nicht damit aufhören, nur weil der Kalender Herbst anzeigt
  • Barfußgehen im und ums Haus herum zur Routine werden lassen
  • Öfter kurze Strecken barfuß gehen, z.B. vom Auto ins Geschäft oder zum Nachbarn
  • Wenn Du Sorge hast zu frösteln, lieber obenherum etwas wärmer anziehen – der Körper versucht in erster Linie den Oberkörper warm zu halten, denn da sitzen die lebenswichtigen Organe. Fehlende Wärme zieht der Körper aus Händen und Füßen ab.
  • Den Füßen am Abend ein warmes Fußbad gönnen – tut auch der Seele gut
  • Die Füße pflegen, mit Bimsstein insbesondere an den Rändern glätten, damit keine Risse entstehen
  • Den Füßen mehr Feuchtigkeit spenden, denn: kalte und feuchte Böden im Herbst beanspruchen die Füße mehr als im Sommer und entziehen ihnen Feuchtigkeit.

Genieße den Herbst in seinen schönsten Farben – er ist nur ein kurzer Gast im Jahreslauf

Herbst am Forggensee

Schau auch in unsere Beiträge zum Thema Fußpflege


Wie bereitest Du Dich auf Deinen Barfußherbst vor? Trägst Du jetzt wieder Schuhe oder genießt Du noch das Barfußsein?

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Eva Maria Lockstaedt

Ich bin Jahrgang 1966, Mutter zweier erwachsener Kinder und selbstständig mit einem Buchungsservice für Vermieter von Ferienwohnungen und Gästezimmern. Das wunderschöne Allgäu ist mein Zuhause. Seit 2015 lebe ich barfuß, Sommer wie Winter. Unser Blog erzählt davon.

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5 Gedanken zu „Herbst-Tipp für Barfuß Einsteiger“

  1. Ich probiere jetzt auch gerade meinen ersten Herbst barfuß aus. Allerdings kostet es mich schon ziemlich Überwindung, untenrum „nackt“ durch die Stadt zu laufen, während ich obenrum (wie alle anderen) eine Regenjacke, leichte Mütze und eine lange Jeans trage. Angenehm ist es trotzdem. Die Füße werden jedenfalls nicht kalt, und es ist faszinierend, über trockene Blätter und irgendwelche trockenen Samenhülsen zu laufen. Und durch Pfützen – okay, die gibt’s auch im Sommer. 😀
    Danke für eure Inspiration und die Begleitung durch den Blog.

    1. Hallo Ira,
      wir freuen uns, dass wir Dich mental unterstützen können. Für viele ist die größte Hürde, das eigene „Kopf-Kino“ (was denken die anderen?). Wenn diese Hürde einmal überwunden ist, merkt man wie Du, wie toll es sein kann, den Herbst barfuß zu entdecken. Eine gute Gelegenheit, sich über Konventionen hinwegzusetzen und endlich einmal das zu tun, was man möchte 😉
      Viel Spaß und neue Eindrücke weiterhin
      Liebe Grüße, Eva

    2. Sag dir einfach: Füße sind wie hände, du ertastest die welt damit und es ist völlig normal, sie frei zu lassen, wenn du dich ansonsten warm anziehst, und erst dann zu bedecken, wenn es dir wirklich zu kalt ist. Lass die nackten füße zum bestandteil deines outfits, deines stils werden. Überwindung kostet das nicht lange; du wirst merken, manche reagieren verwundert, aber die wenigsten negativ.

  2. Ich liebe jede jahreszeit auf ihre art!
    Jeden sonnentag nutzen – wir brauchen die sonne und haben sie im sommer im überfluss, im winter müssen wir sie suchen.
    In bewegung bleiben, so bleibt der kreislauf in schwung und wir sind warm bis in die zehenspitzen.
    Am herbst habe ich besonders gern das rascheln im laub, allerdings ist manchmal vorsicht angebracht: Die stacheln der kastanien können in der haut steckenbleiben, also um kastanienbäume lieber einen bogen machen oder besonders auf heruntergefallene kastanien achten.

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