Barfuß im Winter – Kritisches Medienthema

Jetzt beginnt sie wieder, die kühle Jahreszeit. Und damit die Saison für Medienanfragen zum winterlichen Barfußlaufen. Gerade gab es wieder eine Interviewanfrage, diesmal von einer bekannten, überregional erscheinenden Tageszeitung mit eher systemkritischer Ausrichtung. Der eher kürzere Artikel sollte in der Wochenendbeilage in der Rubrik „Wie geht denn so was?“ erscheinen.

Wie immer waren wir hin- und hergerissen, wie wir mit solchen Anfragen umgehen sollen. Und haben schließlich abgesagt.

Da werden sich jetzt sicher Einige wundern? Hallo? Überregional? Riesenchance! Seid Ihr wahnsinnig?

Wir hoffen nicht. Aber langsam, schaun wir uns mal die Vor- und Nachteile genauer an. Hier unsere Überlegungen:

Pro:

Trotz des eher extremen Themas eine ausgezeichnete Gelegenheit, wieder einmal eine Botschaft über die vorteilhafte Wirkung des Barfußlaufens auf unsere physische Verfassung unterzubringen. Etwas über den Weg zu berichten, der es überhaupt erst möglich macht, auch in der kalten Jahreszeit ohne Schuhe auszukommen, nämlich durch einen Start im Frühjahr und Ausdehnung in den Herbst. Muskulatur, Fußheizung, Grenzen usw. Das könnte dem Thema etwas von der medienseitigen Sicht eines extremen Hobbies nehmen.

Und seien wir ehrlich, wann immer Medien anfragen, wird das Ego mächtig gestreichelt. Außerdem denken wir natürlich auch immer an die Werbewirkung für unseren Blog, das Buch etc. Verlockung pur.

Contra:

Das Medieninteresse ist klar: extreme Menschen, Berufe und Hobbies. Sowas interessiert die Leser am Wochenende: Themen mit Unterhaltungswert. Schnell gelesen, schnell vergessen.

Und wenn die Medien bei der Idee mitmachen, dem Thema etwas von der Extremität zu nehmen und auch dem Normalen zu seinem Recht zu verhelfen? Sicher ist eins: im Herbst wird so ein Artikel die Wenigsten dazu verleiten, ausgerechnet jetzt mit dem Barfußlaufen zu beginnen.

Im Frühjahr haben die Leser den Artikel schon längst wieder vergessen. Und wenn etwas hängengeblieben ist, steht zu befürchten, dass sich da eine Vorstellung in den Köpfen verankert hat: nackte Füße im Schnee. Botschaft: Barfuß als Hobby für Extremisten und Freaks.

Schlussfolgerung:

Wir schreiben für Menschen, die sich für den Einstieg ins Barfußlaufen interessieren und dafür Informationen brauchen. Das Barfußlaufen soll Schritt für Schritt eine positive Aura bekommen. Als ein Stückchen längst vergessene Normalität und Freiheit angesehen werden. Es soll uns auch ein bisschen gesünder machen, körperlich und seelisch.

Da helfen keine Artikel, Hörfunksendungen oder Fernsehbeiträge übers winterliche Barfußlaufen, und wenn sie noch so gut gemacht sind. Die schaden mehr als sie nützen.

Das heißt nicht, dass wir uns in der kalten Jahreszeit allen Anfragen verschließen. Ganz und gar nicht. Nur sollte eben das Barfußlaufen als ein Stück Normalität für das ganze Jahr im Vordergrund stehen, und nicht nur das eher ausgefallenere Barfußlaufen im Winter zur reinen Bespaßung der Leser-, Hörer- oder Zuschauerschaft.

Wir sind uns also absolut sicher. Aber so was von… Bis die nächste verlockende Anfrage kommt…

Was denkst Du zu dem Thema? Sehen wir das zu kritisch? Haben wir Aspekte und Argumente übersehen? Deine Meinung zu diesem Thema interessiert uns sehr.

14 Gedanken zu „Barfuß im Winter – Kritisches Medienthema“

  1. Hallo an alle!

    Ganz herzlichen Dank für Eure Gedanken, die Ihr bis jetzt hier eingebracht habt! Und danke auch für das Lob, das Einige für unsere Arbeit ausgedrückt haben. Das freut und motiviert uns sehr.

    Der Artikel wäre in der überregionalen Tageszeitung als Interview mit Fragen und Antworten veröffentlicht worden und ich gehe davon aus, dass dies in fairer Weise geschehen wäre. 30min Interview waren angedacht, daraus hätte die Redaktion sich das für sie Wichtigste herausgepickt und in Frage- und Antwortform gegossen. Insgesamt ca 400 Wörter. Keine Bilder und wahrscheinlich keine Links. Wenig Möglichkeit also, das Thema Barfuß näher anzusprechen. Es wäre vor allem um die kalte Jahreszeit gegangen und eben um die Frage „Wie geht denn so was?“. Also mit der klaren Idee, etwas Außergewöhnliches, Exotisches in vergleichsweise bescheidener Aufmachung zu beleuchten.

    Viele von Euch haben unsere Entscheidung für eine Absage unterstützt und auch unterstrichen, dass ausgerechnet wir mit unserer Sicht, dass Barfußlaufen Spaß machen soll und kein Heldenwettbewerb ist, uns nicht vor einen solchen Karren spannen lassen sollten. Das letzte, was wir wollen ist, dass Barfußlaufen als Extremsportart rüberkommt.

    Ein gutes Gegenargument ist, dass die nun vielleicht das Interview mit der/dem Falschen führen. Mag sein. Aber zur reinen Schadensbegrenzung wollten wir uns dann auch nicht hergeben. Und wer weiß, vielleicht wird es ja auch ganz gut. Hätte es mehr Raum für den Artikel gegeben, hätte unsere Entscheidung möglicherweise anders ausgesehen.

    Vor ein paar Wochen erreichte uns eine Anfrage, an einem Online-Kongress „Artgerecht Leben“ als Sprecher teilzunehmen, der Ende September beginnt. Gestern habe ich mit der Organisatorin ein einstündiges Interview zum Thema „Barfuß“ aufgezeichnet. Das war dann doch ein ganz anderer Rahmen, ausführlich über das Thema zu reden. Natürlich war auch der Winter Thema, aber als eines von vielen. Natürlich nichts wirklich Neues für Euch.

    Eva wird in Kürze hier im Blog alle wichtigen Informationen zu diesem kostenlosen Event bekanntgeben, das wir Euch vor allem auch wegen vieler anderer Gespräche zum Kongressthema empfehlen möchten.

    Viele Grüße,
    Wolfgang

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  2. Moin Wolfgang,

    ohne zu wissen, welches Blatt hinter der Anfrage steckt, kann ich eigentlich keine schlüssige Anwort geben. Allerdings frage ich mich zur Zeit sowieso, ob es unter den überregionalen Tageszeitungen überhaupt noch systemkritische Blätter gibt. Momentan hat mir das nicht den Anschein.

    Darüberhinaus sollte man sich die Frage stellen, was man will. Will ich mich einfach meines Barfußlebens freuen und mein „Ding“ machen, dann brauche ich keine Öffentlichkeit herstellen, dann kann ich mir aber auch gleich die Bloggerei sparen.

    Natürlich wollen Zeitungen ihren Lesern etwas bieten, dass liegt in der Natur der Sache, schließlich sind sie kein Wohlfahrtsunternehmen sondern Wirtschaftsbetriebe. Das kann man aber auf jedes alltägliche oder exotische Thema anwenden.

    Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass mich in meiner Barfußanfangszeit auch Zeitungsartikel über barfuß lebende Menschen animiert haben, mich aus der „Deckung“ zu trauen. Wenn man durch einen entsprechenden Artikel also auch nur ein paar Leute fürs Barfußleben gewinnt oder ihnen den Schubs gibt sich zu trauen und ihnen zeigt was alles geht (Winter), ist schon viel erreicht. Ein Massenphänomen wird das Barfußleben sowieso nie werden.

    Damit kehre ich wieder zu meinem Eingangssatz zurück: Ich muß die Zeitung kennen, wissen wie sie berichtet um daraus abzuleiten, ob ich mich auf so einen Artikel einlassen würde oder nicht. Ein pauschales „Wir werden eh nur in die spinnerte Freakecke gestellt“ kann ich auf jeden Fall nicht gelten lassen.

    Beste Grüße aus dem hohen Norden
    Volker

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  3. Hallo Wolfgang,
    Ich persönlich glaube nicht, das man durch Zeitungsartikel oder Fernsehbeiträge mehr Akzeptanz erreichen wird, und es wird auch kaum Leute animieren die Schuhe stehen zu lassen…Im grunde ist das doch das immer wiederkehrende Geschreibsel…Nach dem Motto: Einen leichten Schaden haben die bestimmt, aber sind harmlos Ich finde es richtig das Ihr abgelehnt habt. Barfuß zu leben ist eine Entscheidung, die von innen kommt, ganz eigen, ganz persönlich. Und dann interessiert die Meinung der anderen auch nicht mehr…Das ist meine Erfahrung…
    LG
    Daniel

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  4. Hallo Ihr Lieben! 🙂

    Erst mal dachte ich auch, dass es doch eine tolle Sache ist, wenn die Medien sich für das Barfußgehen interessieren und eine Anfrage machen, vor allem, wenn es dann noch eine überregionale Zeitung ist, ich kannte da allerdings die Hintergründe bzw. Voraussetzungen noch nicht, die ich dann eben in den nachfolgenden Sätzen las.

    Ich denke, Eure Entscheidung war ABSOLUT richtig! Wenn man es bezüglich des Themas „Barfußgehen“ ehrlich meint, müsste in der Zeitung ein langer und neutraler bis positiver Bericht veröffentlicht werden, wenn das Ganze hingegen nur ein „Vierzeiler“ sein soll, kann dabei nicht viel vermittelt werden um nicht „garnichts“ zu sagen! Das Ganze ist demnach doch nur ein „Sensations-Lückenfüller“ zum Staunen, Kopfschütteln oder Lachen, bei jedem eben individuell, aber Interesse am Barfußgehen wird dadurch wohl eher kaum bis nicht geweckt, also ist es quasi zum Scheitern verurteilt und somit bin ich der Auffassung, dass Ihr Euch richtig entschieden habt, denn das Ganze hätte dann nur „Klatschpresse-Charakter“!

    Beste Grüße aus dem Saarland,
    Andi

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  5. Eure Absage finde ich ok. Wenn Ihr kein gutes Gefühl dabei habt, solltet Ihr es lassen. Ich habe schon mehrfach ungute Erfahrungen mit Medien (Lokalradio, Zeitung) gemacht, gebe nur noch Journalisten Interviews (naja, so häufig ist es auch nicht…), die ich kenne bzw. denen ich vertraue.
    Wenn die Gefahr besteht, dass das Barfusslaufen quasi in der Serie „Menschen,Monster,Mutationen“ erscheinen soll, um die Auflage zu steigern, würde ich dort auch nicht mitmachen.
    Lasst uns weiter barfuss laufen, auch im Winter, und Interessierten gerne Auskunft geben, aber nicht in eine freakige Ecke drängen (wobei – wer Freak sein will, soll es doch. Ist doch auch ok )

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  6. Echt jetzt? Die Medien überschlagen sich mit den Einladungen für Interviews?

    Ich selber bin 24/7/365er-Barfüsser; einer von der Sorte, die lieber mal im unangenehm Kalten stehen (vor 3 Jahren bei 0°C und Eisregen vorm Einlass in ein Konzert vor der Wiener Stadthalle, anderthalb Stunden lang) als sich was an die Füsse zu tun, also eher auffällig, und sehr oft unterwegs, wurde aber erst 2x von Medienleuten angesprochen. Ja, beide Male zur kalten Jahreszeit. Dem ersten – ORF Kärnten – hab ich abgesagt, mir schien das sollte auf eine lustige Freakshow hinauslaufen; beim zweiten – Barbara Karlich – hab ich mitgemacht, der Beitrag war auch schon mindestens 3x „on air“.

    Da war noch ein kleiner Beitrag auf Servus-TV aber da war ich nicht wegen der Barfüssigkeit sondern weil ich am Eröffnungstag bei saukaltem Wetter der erste und einzige Badegast war.

    Schon irgendwie witzig, wenn einen dann ein paar Tage lang nach der Ausstrahlung völlig wildfremde Menschen vermehrt anlächeln und grüßen 🙂

    Ein paar Bühnenauftritte bei Veranstaltungen von Kieser-Training waren auch dabei, aber das hat mit Medien nix zu tun – aber auch eine kleine Öffentlichkeit mit in Summe gut 1.000 Teilnehmern.

    Ein verschrobenes Image glaub ich nicht auszustrahlen, steh ja auch voll im Berufsleben und geh barfuß zu Kunden, auf Messen, besuchte (!) vor Corona Lieferwerke (im Sicherheitsbereich wenn sein mußte auch in Sicherheitsschuhen), Theater, Museen, benutze Flugzeuge, (Fern)Züge, Öffis … also alles das erwähnte ich um zu dokumentieren, daß ich sehr oft in der Öffentlichkeit bin ohne pausenlos ins Radar von „Medienleuten“ zu geraten, mit den obigen Ausnahmen im Verlauf von bald 8 Jahren.

    Die Hoffnung, so ich sie je hatte, daß wir durch Beispielwirkung lawinenartig Nachahmer animieren, hab ich schon übrigens längst aufgegeben. Aber wir haben hier eine Toleranz unseres Treibens – ich spreche jetzt explizit von Österreich und den von mir bereisten Gegenden und Städten in Deutschland und der Schweiz – die nichts zu wünschen übriglässt, mir wurde überall mit Akzeptanz, oft auch Interesse begegnet.

    Eueren Webauftritt, liebe Eva, lieber Wolfgang, finde ich beispielhaft, verlinke Euch immer wieder gerne, wenn Menschen Interesse an Barfüssigkeit zeigen. Macht weiter so!

    Alles Gute
    Wolfgang aus Wien

    (allfällige Inkonsistenzen im Text möge man mir verzeihen, ich schreibe am PC im Büro zwischen Telefonaten und da passiert es gelegentlich, daß der Gedankenfaden Schlingen macht)

    Wen es interessiert, den Beitrag aus einer Barbara Karlich Show (ab Minute 15:13) gibt’s hier nachzusehen:
    https://drive.google.com/file/d/15XPDc0yW9e5W8ujbiQYFxM-3vTLDi_MO/view

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  7. Ich bin ganz eurer Meinung denn die Medien sind nur darauf aus etwas „Verrücktes“ zu bringen um Leserzahlen zu generieren, eine vernüftige und sachliche Reportage kann ich mir daher nicht vorstellen. Ich bin seit 2 jahren Barfussläufer und werde immer wieder mitleidig belächelt oder es werden lustige Bemerkungen gemacht. Daher finde ich eure Absage okay um den Frotzler nicht noch mehr Munition zu geben.
    Die Menschen wurden einfach so programmiert und da gehörte ich auch dazu, dass Schuhe zum Leben gehören wie das tägliche Zähneputzen. Respekt – denn hier hat die Schuhindustrie ganze Arbeit geleistet.
    Eine Situation noch aus dem Alltag, denn ich war letzt mit meinem Enkelkind auf dem Spielplatz und es waren ungefähr 30 Kinder da im Alter von 2 – 8 Jahren und nur 2 Kinder Barfuss. Es war Hochsommer !!!
    Da haben wir noch viel Arbeit vor uns.

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    • Oh Vorsicht, die Aussage „DIE MEDIEN sind nur darauf aus etwas Verrücktes zu bringen“ erinnert mich stark an Rufe, die man derzeit von schrägen Demonstrationen hört. Ich hoffe, das war nicht in dem Sinne gemeint!

      Ich glaube, hier muss man abwägen. Wenn es tatsächlich erkennbar ist, dass ein Boulevardblatt nur ein paar Freaks präsentieren will, ist eine Ablehnung wohl richtig. Wenn es aber eine halbwegs seriöse Anfrage ist, spricht doch nichts dagegen, auch im Winter über Barfüßer zu berichten. Es kommt dann noch drauf an, wie man sich dabei präsentiert. Ich glaube, das Wichtigste ist dabei, sich ganz NORMAL zu geben und möglichst wenig Angriffspunkte zu liefern, um so eine Story ins Lächerliche abrutschen zu lassen.

      Aber grundsätzlich finde ich es gut, wenn über barfuß im Winter berichtet wird. In meiner Wahrnehmung passiert das eh viel zu selten. Wolfgang und Eva hätten da immerhin etwas Sinnvolles beizutragen. Wenn sie absagen, wird eben jemand anders für so einen Bericht genommen und das könnte dann auch jemand sein, der ein ganz verschrobenes Image ausstrahlt. Was ist damit gewonnen?

      Ich gehe auch im Winter barfuß (bis auf wenige Ausnahmen) und würde mich gerne interviewen lassen. Aber mich fragt ja keiner 😉
      LG
      Forbi

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  8. Liebe Eva, lieber Wolfgang,
    Eure Ansicht zu dem Thema finde ich gut und würde es genau so handhaben.
    Für mich, stelle ich fest, wird nach 16 Monaten das Barfußsein so zur Normalität, dass ich mich immer wieder wundere, warum mich manche Leute so überrascht ansehen….bis ich verstehe, es liegt wohl an meinen blanken Füßen:-))
    Ich selber merke es gar nicht mehr:-)
    Nur noch daran, dass mein Mann viiiiiel länger braucht bis wir losgehen können, weil er noch Schuhe raussuchen und anziehen muss:-)))
    Diese Normalität genieße ich sehr und hätte nie gedacht, dass es das mal werden würde.
    Diese Motivation, dass Barfußgehen ganz normal ist, bringt ihr in Euren Artikeln sehr gut rüber! Das läßt mich jeden Artikel von Euch mit Begeisterung lesen:-)
    Macht bitte weiter so und laßt Euch nicht „vor jeden Karren spannen“! Dafür seid Ihr viiiiiel zu kostbar:-)
    Herzliche Grüße
    Sabarfußine 😉

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  9. Ich gehe seit ca. 3 Jahren barfuß, und dieser Winter war der erste bei dem ich fast durchgängig auf Schuhe verzichtet habe.
    Ich zähle mich nicht zu den extremen barfußläufern obwohl meine nähere Umgebung das wahrscheinlich anders sieht. Ich versuche auf meinen Körper zu hören. Und wenn dieser sagt es ist genug, ziehe ich barfußschuhe an. Es erstaunt mich aber immer wieder, wozu meine Füße fähig sing, wenn ich sie lasse.
    Und es freut mich das ich durch das barfußlaufen gelernt habe die Welt mit anderen Augen zu sehen.

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    • zwar war der Winter wirklich sehr mild – falls mich jmd. fragt, ob
      ich auch bei Schnee laufen, sage ich: kenne niemanden, der das länger als 500 m durchhält.
      Diejenigen, die sagen, dass sie auch im Winter barfuss laufen, fahren viel mit dem Auto rum, und sind daher < 500m überhaupt unterwegs per Pedes.
      Kann ich meine Aussage jetzt relativieren? Wie lange sind denn eure Strecken durch den Schnee? Also im "Komfortbereich", ohne dass es weh tut usw.

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      • Bei schönem wetter schon mal 5 km bei intensiver bewegung, in einer knappen stunde.
        Die 500 m schaffst du mit dem „wärmespeicher vom vorherigen aufwärmen“. Bei längeren strecken muss der körper so viel wärme erzeugen, wie über die füße verlorengeht, wobei keine körperzelle gefrieren darf (unter 0°C ist erfrierungsgefahr). Das erfordert kondition, macht dann aber spaß: Es fühlt sich zwar kalt an, aber nicht zu kalt.

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  10. Odette El Ibiary

    Ich gehe seit 3 Jahren barfuss, bin aber nicht dogmatisch. Wenn ich merke, heute geht es nicht oder wenn es im Winter zu kalt ist, ziehe ich Barfußschuhe an. Für mich soll es keine Regel sein, unbedingt barfuß zu gehen. Es ist eine große Freiheit, ohne Schuhe zu gehen, mental und physisch und immer eine Freude.

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  11. Auch die „Monate mit R“ bieten etliche möglichkeiten, sich genussreich und gesund barfuß im freien zu bewegen. Erfrierungsgefahr besteht erst am gefrierpunkt und bis dahin ist es von einer person zur anderen unterschiedlich, aber auch abhängig von aktivität, windchill, luftfeuchtigkeit, bodenbeschaffenheit und anderem mehr, ab welcher temperatur es als angenehm oder nicht empfunden wird.

    Wenn die medien das so vermitteln, halte ich es für positiv in jeder jahreszeit und es könnte auch allen, die sonst nur im hochsommer auf die idee kommen, etwas barfuß zu gehen, einen anstoß zu geben, es einmal ganz jahreszeitunabhängig an (nicht nur) sonnigen herbst- oder gar wintertagen zu versuchen.

    Ganz allgemein sollte halt vor jener art journalisten gewarnt werden, die bereits eine fertige story im kopf haben und nur noch jemanden suchen, um ihre vorgefertigte idee auszuschmücken. Diese erfahrung habe ich auch in anderen subkulturen gemacht, in denen ich mich bewege (und mich beispielsweise vorher informiert, was der betreffende journalist sonst schon so veröffentlicht hat).

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