Barfuß auf dem Weg zum Kompost

4° Grad und Regen Barfuß möglich ?

Kann man bei 4° und Regen barfuß sein?

Ja, und dazu die immer öfter an mich gerichtete Frage “ist das Laufen im Regen barfuß nicht zu kalt?”

Nein, definitiv nicht. Ich fühle mich wohl, immer noch. Ob ich im Dorf zu Fuß unterwegs bin oder die 2 km mit dem Rad zum Stall fahre. Es ist immer wieder überraschend, wozu der Körper in der Lage ist, wenn man ihn lässt. Ich bin froh darüber, noch im Sommer mit dem Barfußlaufen begonnen zu haben – so sind meine Füße, mein ganzer Körper, vor allem mein Geist, gut eingestimmt für diese kommende Jahreszeit. Jeder Tag ist anders, jede Temperatur empfinde ich anders, je nach Tageszeit und Wetterlage.

Der frische, knackige Morgen (in diesen Tagen liegt er immer um 2° bis 4° und ist damit die kälteste Zeit des Tages) ist die Einstimmung für den Tag. Er belebt die Sinne und weckt jede Zelle im Körper. Wenn ich durch den Morgen radel, freue ich mich jedesmal, das ich zum Barfußlaufen gefunden habe und für mich entdeckt habe, wieviel Freude es mir bereitet – über den Sommer hinaus, durch den Herbst, hinein in den Winter. Und wie überaus einfach dieser Schritt war/ist!

Dieses Bild entstand heute morgen, 5 Uhr, Regen, 4°, auf dem Weg zum Kompost.

im regen barfuß laufen

Klimareize fördern Abhärtung

Bei diesen Temperaturen ist der Alltag im Dorf ein Leichtes: Immer wieder betrete ich zwischen den Fuß- oder Radstrecken unterschiedlich temperierte Geschäfte mit den verschiedensten Böden und Belägen, die ich alle als warm und angenehm empfinde. Diese abwechselnden Reize zwischen Kälte und Wärme, dazu die verschiedenen Strukturen der Untergründe, sind wie eine permanente Kneippkur und Massage – belebend, stärkend und obendrein gratis  🙂

Fahre ich die 2 km zu Stall, streife ich schon mal die Strick-Stulpen bis über die Zehen. Diese schützen vor dem eisigen Fahrtwind, der gerade wenn es dabei noch regnet, schnell die Wohlfühlgrenze überschreitet. Tatsächlich kalt werden nur die Zehen und der dem Wind frontal gegengehaltene Spann. Im Stall angekommen, schlüpfe ich in die bereitstehenden Stiefel und schon sind die Füße schnell wieder warm. Nach kurzer Zeit wird es meinen Füßen in den Stiefeln (in denen sie sich früher immer wohlgefühlt haben) zu ungemütlich. Sie freuen sich dann schon wieder auf die “frische Luft”.

Fazit bis jetzt: Abgesehen von etwa 1 Stunde Stallzeit am Tag (seit 15.10.) bin ich ansonsten ausschließlich barfuß unterwegs. Die Leguano, die ich mir vor 3 Monaten als “Not”-schuhe zulegte und noch dachte, das ich sie viel öfter anziehen müsse, habe ich in dieser Zeit nur wenige Male getragen (hauptsächlich beim Radfahren mit dem MTB, bevor ich die Ergon PC2 Pedale hatte; beim Hinweg in die Therme, damit die Füße sauber blieben und zuletzt vor 3 Wochen, etappenweise bei einer Bergwanderung).

Hier hab ich noch ein Kurzvideo vom 15. Oktober, als mich morgens der 1. Schnee meines neuen Barfuß(er)lebens erwartete.

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5 Gedanken zu „4° Grad und Regen Barfuß möglich ?

  • 29. Januar 2019 um 18:35
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    Hallo Eva…! Ich bin auch ganz stolz das ich den zweiten Winter barfuß bin …! Außer bei – 5-10 Grad zieh ich meine Leguanos im Notfall an ..! Ich hab ein Enkel dem ich auch so oft wie möglich ohne Strümpfe krabbeln las…! Kannst du mir vielleicht einen Tip geben wie man den Kleinen ( von 5 Monaten ) so langsam dran gewöhnen kann …? Ich habe mir schon ein paar Leguanos Kinderschuhe besorgt ( 22 ) ….
    Liebe Grüße
    Bernadette aus Belgien

    Antwort
    • 29. Januar 2019 um 19:06
      Permalink

      Liebe Bernadette,
      toll, dass Du aus Belgien zu uns gefunden hast und Du hilfreiche Tipps in unserem Blog für Dich findest.
      Dein Enkel hat großes Glück, dass Du seinen Füßen oft die Freiheit schenkst, barfuß zu sein. In der Wohnung ist das sicherlich auch kein Problem. Zur Not gibt es ja Socken mit Anti-Rutsch-Sohlen (ABS-Socken).
      Wenn es nach Draußen geht, achte darauf, dass der Kleine immer schön warm angezogen ist. Da Kleinkindern noch das Verständnis für Temperaturreize fehlt, liegt es an Dir, seine Füße zu beobachten und ihm gegebenfalls Schuhe (oder Leguanos, evtl. mit einer Schafwolleinlegesohle) anzuziehen. Wir Eltern haben oft das Problem, dass unsere Kinder scheinbar nie frieren und noch leicht bekleidet herumlaufen, wenn wir schon längst Jacke und Mütze anhaben. Es ist schwierig für mich, Dir hier einen Rat zu geben, denn meine Kinder waren längst erwachsen, als ich mit dem Barfußlaufen begann 😉 . Ich möchte Dir jedoch den Beitrag einer Mutter empfehlen, die genau dieses Problem beschreibt. Vielleicht hilft er Dir ein Stück weiter.
      Alles Liebe für Dich
      Eva

      Antwort
      • 30. Januar 2019 um 16:36
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        Lieben Dank Eva….! Ich werde mir den Bericht bei Gelegenheit durchlesen ….

        Bernadette

        Antwort
  • 11. Januar 2019 um 21:11
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    Ich bin auch barfuss unterwegs. Aber nur im Sommer. Werde es mal ausprobieren wenn Schnee liegt. Und dieses Jahr nur unten ohne unterwegs.

    Antwort
  • 3. November 2015 um 10:15
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    Tolle Bilder, tolles Video.
    Erstaunlich wie gut deine Füsse sich an die Kälte und Nässe schon angepasst haben. Du bist dabei noch sehr viel Draußen. Ich vertrete schon sehr lange die Meinung, dass man auf Schuhe (fast) verzichten könnte, wenn man denn wollte.
    Weiter so.

    Antwort

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