Hallo Ihr Lieben!
Mein Name ist Cornelia (Conny) Heyder. Geboren und aufgewachsen bin ich in Saalfeld in Thüringen. Ich bin verheiratet und lebe mit meinem Mann seit 1997 in Stadtroda (Nähe Jena). Ich bin Mutter von drei erwachsenen Kindern und Oma einer süßen quirligen Enkelin.
Meine Hobbys sind das Schreiben, Romane, Geschichten und Briefe. Ich habe mehrere Brieffreundschaften, eine davon in Kurrentschrift, eine altdeutsche Schrift, die ich vor einigen Jahren erlernt habe. Außerdem nähe und gestalte ich zusammen mit meinem jüngsten Sohn Kostüme für Cosplay (nur für private Zwecke). Und seit über einem Jahr lerne ich Japanisch.
Ich bin oft in der Natur unterwegs, besonders gern verbringe ich Zeit in unserem Garten, genieße die Stille und Zweisamkeit mit meinem Mann oder mache Spaziergänge durch den Wald.
Vor gut 15 Jahren warf mich eine Hauterkrankung das erste Mal aus der Bahn. Ich entschied mich, meine Ernährung komplett auf zuckerfrei umzustellen, kein industriell verarbeitetes Essen mehr zu konsumieren. Ich backe und koche alles selbst.
Wie sich Jahre später herausstellte, war der Trigger für meine Hautprobleme hauptsächlich psychischer Stress, die Ernährung und eine Empfindlichkeit gegenüber UVA/UVB-Strahlen.
Seit dieser Zeit beschäftige ich mich auch mit der Heilpflanzenkunde, u.a. Maria Treben, die bei mir in allen Bereichen des täglichen Lebens Anwendung findet.
Zum Barfußlaufen kam ich nach einer Knieverletzung Mai 2021. Das war für mich sehr belastend. Beide Kreuzbänder waren gerissen, der Meniskus abgerissen, durch einen unüberlegten Schritt. Ganze fünf Monate brauchte ich zur Heilung, nicht nur körperlich, auch psychisch. Ich traute mich nicht mehr aufs Fahrrad, aus Angst, mein Knie würde wieder weg knicken und ich könnte stürzen, da das Gelenk trotz Physiotherapie seine Stabilität nicht vollständig zurückerlangt hatte. Hocken ging überhaupt nicht mehr.
Seit meiner Entscheidung, barfuß gehen zu wollen, unterstützt mich mein Mann und steht voll hinter mir. „Alles was deiner Gesundheit gut tut, mach das“, sagt er immer.
Meine drei Kinder waren zunächst etwas skeptisch und hinterfragten, erst recht bei Regen, schlechtem Wetter oder auch Frost. Mittlerweile ist es aber für sie auch ein völlig normaler Anblick.
Um meine Beweglichkeit wieder herzustellen, suchte ich nach Möglichkeiten. Ich las im Internet Artikel übers Barfußlaufen und dabei entdeckte ich auch ein Video eines Orthopäden, der tatsächlich Barfußlaufen als anatomisch richtig empfahl. Das machte mich neugierig und ich kaufte mir meine ersten Barfußschuhe, um es erst einmal damit auszuprobieren.
Ein weiterer Beweggrund barfuß zu laufen, war das ständige Jucken zwischen meinen Zehen, sobald ich meine Füße in Socken und Schuhe einsperrte. Also begann ich im Sommer 2022 draußen öfters auch ohne Barfußschuhe barfuß zu laufen, zu Hause sowieso. Mit Erfolg. Das Jucken hörte auf.
Anfangs war ich draußen unsicher. Was würden die Leute denken oder gar zu mir sagen? Also machte ich die ersten Schritte nur mal bis zur Mülltonne oder gerade noch zum Einkaufen. Meist erntete ich argwöhnische oder fragende Blicke, aber ab und zu auch Bewunderungen für meinen Mut.
Zum Arzt, in Behörden oder die Apotheke traute ich mich nur mit meinen Barfußschuhen. Es steckt wohl in den Köpfen der Menschen fest, barfuß sei unzivilisiert und unhygienisch.
Normalerweise bin ich eine zurückhaltende Person, stehe nicht gern im Mittelpunkt und möchte auch nicht auffallen. Aber das Barfußlaufen gibt mir Selbstbewusstsein, innere Stärke, Kraft, Gesundheit und es baut Stress bei mir ab, denn irgendwie bin ich fokussierter.

Der Sommer ging vorbei und ich zwängte meine Füße wieder in dicke Schuhe, um mich vor der Kälte zu schützen. Und somit kam auch der Juckreiz zurück. Zwei Jahre lebte ich quasi in einem Rhythmus, im Frühjahr/Sommer barfuß, im Herbst/Winter dicke Stiefel.
Ich musste etwas ändern.
Wieder kam der Herbst und die Temperaturen sanken, aber meine dicken Schuhe wollte ich auf keinen Fall wieder anziehen. Eine Lösung musste her?
Barfußlaufen im Winter? Diese Frage brachte mich zu Eva´s Blog. Und ich war begeistert. Ich fand Menschen, mit denen man sich austauschen und Ratschläge finden konnte.
Aber wie nun für mich umsetzen? Jeder Mensch ist anders, empfindet anders.
Ich war früher immer schnell erkältet. Kalte Füße und schon waren die Mandeln dick und der Schnupfen machte alles komplett. Wie sollte ich da den Winter barfuß erkältungsfrei überstehen?
Ohne weiter darüber nachzudenken, legte ich einfach los. Ich nahm die Ratschläge von Eva und Wolfgang an und mummelte mich richtig dick ein. Beinstulpen, gefütterte Leggings, Stirnband, Mütze, warme Jacke. Und dann raus in den herbstlichen Sonnenschein bei etwa 5 Grad.

Für den ersten Moment war es merkwürdig, eisig an den Füßen im Schatten, auf sonnigen Abschnitten herrlich angenehm warm. Jede Unebenheit, jeden Stein spürte ich an den Sohlen. Das Gras, matschige Erde, Laub, Asphalt, Beton. Alles fühlte sich anders an, von der Beschaffenheit des Bodens bis hin zum Temperaturunterschied. Es war ein Erlebnis, was man so in Schuhen gar nicht wahrnehmen kann. Plötzlich wird man eins mit der Natur.
Wenn man nach einem Regenschauer durch die Pfützen läuft und das Wasser die nackten Zehen umschließt, fühlt man sich wieder wie ein Kind.
Anfangs rebellierten meine Fußmuskeln, wohl weil ich sie bei meiner neu gewonnenen Fußfreiheit beim Laufen auf Beton überlastet hatte. Doch mit der Zeit gab sich das auch wieder.
Zu Hause war Barfußlaufen weiterhin kein Problem. Wenn ich doch mal kalte Füße bekam zog ich mir dicke Socken an, Schaffelle und Teppichläufer lagen am Tisch und in der Wohnung verteilt und abends gab es ein heißes Fußbad. Und es funktionierte.
Dann nach zwei Wochen, oh je, meine Mandeln schmerzten. Kratzen im Hals. Ich hatte schon Sorge, doch die Erkältung blieb aus. Ingwerbonbons, Tee, Curcuma Latte und Vitamin-Shot halfen mir über die kalten Tage.
An nassen, sehr frostigen Wintertagen blieb mir dann doch wieder nichts weiter übrig, die dicken Stiefel raus zu kramen, um Erfrierungen zu vermeiden. Und Streusalz und Splitt sind nicht gerade meine besten Freunde. Nur den kurzen Weg zur Mülltonne lief ich ohne Schuhe, erst recht bei Schnee.
Die Füße fühlten sich taub an, ein wenig stechend. Doch die Zehen sahen immer rosig dabei aus. Also kein Grund zur Sorge. Zurück in der Wohnung „tauten“ die Füße auf, wurden wohlig warm, ein angenehmes Gefühl.
Im Winter nutzte ich jede sonnige Gelegenheit, wenigstens ein paar kurze Wege barfuß zu laufen. Ich konnte das Frühjahr kaum erwarten.
Die Blicke der verwirrten Passanten werde ich nicht vergessen, als ich das erste Mal wieder ohne Schuhe unterwegs war. Manche schauten mich kopfschüttelnd an, andere wiederum lächelten. Andere wieder brachten nur ein einziges Wort hervor „barfuß???“. Und erst vor Kurzem sprach mich ein Mann in einem Geschäft an, ob es nicht zu gewagt sei? Verstanden hatte ich die Frage nicht und eine Antwort auf mein „Wieso?“ bekam ich leider auch nicht.

Erkältet war ich dieses Frühjahr nur einmal, doch nicht durch mein Barfußlaufen, mein Mann hatte mich angesteckt. Verletzungen blieben aus, nur der Tritt auf eine Wespe war recht schmerzhaft, aber auch das verging.
Mein zweites Jahr begann so, wie das erste endete. Barfuß. Jetzt ist schon wieder Herbst, der Winter steht vor der Tür und die Temperaturen sinken. Doch meine Füße haben sich inzwischen schon besser daran gewöhnt. Inzwischen kann ich groben Asphalt und Steine problemloser überqueren. Und auch der kalte, frostige Boden macht mir nicht mehr so viel aus und ich gehe auch inzwischen bei Minus 6°C barfuß. Aufs nächste Jahr bin ich gespannt. Was wird mich erwarten? Welche Eindrücke darf ich erleben.
Aber jetzt ist es an Euch, dieses besondere Erlebnis zu Eurem zu machen. Traut Euch. Geht barfuß hinaus in die Natur und entdeckt die Welt ohne einengende Schuhe. Es lohnt sich auf jeden Fall.
Eines jedenfalls ist mir klar geworden, krank wird man nicht durchs Barfußlaufen.
Eure Conny


Cornelia Heyder
Cornelia „Conny“ Heyder, in Saalfeld/Thüringen geboren, lebt heute mit ihrer Familie in Stadtroda. Sie schreibt leidenschaftlich Romane, Geschichten und Briefe – sogar in Kurrentschrift – und gestaltet gemeinsam mit ihrem Sohn Cosplay-Kostüme. Naturverbunden und kreativ, verbringt sie viel Zeit im Garten, lernt Japanisch und fand nach einer Knieverletzung zum Barfußlaufen.
Hallo Conny,
auch von mir ein herzliches Willkommen unter den Barfußläufern!
Ich kann nur bestätigen, was auch Dein Mann Dir rät: tu einfach das, was Dir guttut – und denk nicht darüber nach, was andere Menschen darüber denken. Das ist leichter gesagt als manchmal getan, aber es hilft ungemein am Anfang, wenn man etwas macht, was die meisten Mitmenschen nicht tun – wie eben das barfußlaufen.
Aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen, dass die Mehrzahl meiner Mitmenschen überrascht, neugierig oder interessiert registrieren, dass ich barfuß unterwegs bin. Da habe ich dann die entsprechenden schlagkräftigen Argumente parat. Dumme Kommentare sind die Ausnahme, und dann sage Dir stets: diese Leute siehst Du in aller Regel nicht ein zweites Mal.
Ich bin ebenfalls am liebsten in der Natur unterwegs, trotzdem sind dort noch lange nicht alle Wege barfußtauglich, auch nicht für Geübte. Viele Wanderwege sind leider ziemlich fies geschottert, da macht es einfach wenig Spaß. Auch im Thüringer Wald kann ich mich an etliche solcher Wege erinnern – so schön die Landschaft bei Euch auch ist… Was den Gehstil anbetrifft: es muss nicht zwingend der Vorfußgang mit Auftreten auf dem Ballen sein, es hilft schon, wenn Du mit dem gesamten Fuß flach aufsetzt. Das Auftreten mit der Ferse wie in Schuhen wird barfuß oder in Barfußschuhen sehr schnell unangenehm, das wirst Du selbst feststellen – probiere es einfach mal aus zum Vergleich.
Viele Grüße
Martin aus Mainz
Hallo lieber Martin,
auch Dir sage ich ganz lieb Danke für Deine bestätigenden Worte. Es ist immer wieder wirklich schön zu wissen, dass da draußen noch viele andere nette Menschen barfuß unterwegs sind und auch einmal „Anfänger“ waren. Hier in unserer Gegend bin ich wohl die Einzige. Das hindert mich aber inzwischen keineswegs mehr daran, so weiter zu machen.
Wo ich Dir beipflichten muss, sind tatsächlich auch hier bei uns teilweise sehr unschöne Wege im Wald mit fiesem Untergrund wie sehr groben scharfkantigen Steinen oder Split Vor Jahren war das nicht so. Da waren unsere Waldwege sehr angenehm, so wie man sich Waldwege eben vorstellen würde, mit Gras, Moos oder blanker Erde. Heute ist das eher ein Kampf. Ich laufe halt da barfuß, wo es der Untergrund zulässt.
Das mit dem Auftreten habe ich inzwischen schon festgestellt. Mit der Ferse zuerst, ist auf eine längere Strecke hin ziemlich ermüdend und mir schmerzt dann der Spann. Ich werde aber Deinen Tipp mal ausprobieren und den gesamten Fuß aufsetzen. Bin mal gespannt.
Viele Grüße und einen schönen 4. Advent
Conny
Moin Conny,
vielen Dank für deinen tollen Bericht. Ich konnte mich in vielen Punkten wiedererkennen. Es ist schön zu lesen ,dass es andere Barfüssige gibt, die auch im Winter „unten ohne“ laufen.
Ich lebe in der Nähe von Lübeck bin 63 und laufe seit 9 Jahren (ganzjährig) Barfuß.
Duch den Vorfußgang habe ich seit dem keine Rückenschmerzen mehr und fühle mich rundum gesund und geerdet.
Mein Arbeitgeber akzeptiert meine nackten Füße und die Kollegen haben sich daran gewöhnt.
Zu Beginn hatte ich im Winter immer mal wieder Blasenentzündungen, dem beuge ich jetzt mit einer herbstlichen 3 wöchigen Cranberry Kur vor ( 3x täglich 20ml Muttersaft).
Für Wartezeiten zB auf dem Bahnhof habe ich Winters ein Stück Isomatte zum darauf stehen dabei.
Das mit den Stulpen werde ich ausprobieren danke für den Tipp.
Tschüß dein Hadmut
Hallöchen Hadmut,
ich hoffe, dass ist so richtig, Deine Name steht zumindest so unter Deinem Kommentar.
Erst einmal danke auch für Deine lieben Worte. Ich hätte auch nicht gedacht, dass es sooo viele Menschen gibt, die barfuß durch den Tag gehen. Das ist toll. So kann man immer wieder Tipps untereinander austauschen.
9 Jahre sind ja nun auch schon ganz beachtlich. Ich find es super, dass Dein Arbeitgeber und die Kollegen kein Problem damit haben. So etwas ist nicht selbstverständlich.
Cranberry Saft ist wirklich gut. Das machst Du richtig. Bei Blasenentzündung kann ich Dir aber auch noch Zinnkraut (Ackerschachtelhalm), Goldene oder Weiße Taubnessel, Kleinblütiges Weidenröschen, Kamille und harntreibende Heilkräuter wie Lindenblüten, Holunderblüten und Brennnessel empfehlen. Man muss zwar viel Pipi, aber das ist ja der Sinn darin, um die Bakterien auszuschwemmen. Die kannst Du auch bedenkenlos täglich trinken. Vorausgesetzt, Du magst Kräutertees.
Auf die Idee mit der Iso-Matte wäre ich echt nicht gekommen. Find ich klasse. Man kann also immer wieder noch dazulernen.
Was mich interessiert, Du schreibst über den Vorfußgang. Diesen Begriff habe ich schon öfters hier im Blog gelesen. Wie muss ich mir das vorstellen?
Ich muss sagen, wenn ich längere Strecken auf Beton laufe, selbst mit meinen Barfußschuhen, beginnt mein Spann an zu schmerzen. Das ist schon manchmal ziemlich unangenehm, so als würde mir der Fußknochen zerbrechen.
Rückenschmerzen habe ich nur noch, wenn ich am Tag sehr viel stehe oder körperlich schwer arbeite.
Kannst Du mir eine Empfehlung geben, was ich beim Laufen ändern könnte? Oder vllt wo ich mich schlau machen kann zu diesen Lauftechniken. Das wäre super lieb.
Viele Grüße und eine schöne 2. Adventswoche, Conny!
Hallo Conny!
Ein interessanter Bericht, wobei ich es ein wenig bedauere, dass manche Leute den Kopf schüttelten, das hatte ich in meiner Laufbahn (ich gehe seit Mai 2004 intensiver barfuß) eigentlich noch nicht, ungläubige Blicke dagegen gelegentlich mal, aber zu weit über 90 Prozent sind die Reaktionen positiver Natur oder eben völlig neutral. Natürlich habe ich auch mal einen dummen Spruch gehört, aber da muss man dann eben drüber stehen und das passiert auch äußerst, äußerst selten, das sind aber wohl Menschen, die mit sich selbst nicht klar kommen.
Ich rechnete bei den Anfängen damit, dass ich mir bezüglich der Reaktionen meiner Mitmenschen ein dickes Fell zulegen muss, doch schönerweise blieb es in der Realität aus.
Deine Entdeckung der Naturheilkunde finde ich gut, ich war als Kind psychisch (wir sagten damals seelisch) krank und meine Leber war schon leicht geschädigt durch die Schulmedizin, das änderte sich, nachdem meine Eltern mit mir zu einem Heilpraktiker fuhren, meine Mutter kaufte sich auch ein Buch von Maria Treben, es heißt „Kräuter aus der Apotheke Gottes“, wenn ich mich recht erinnere, das Buch haben wir (mein Vater und ich, meine Mutter ist leider 2013 verstorben) noch.
Zu dem Mann, der Dich fragte, ob das Barfußgehen nicht etwas gewagt sei und worauf Du keine Antwort erhieltst, kann ich Dir eine geben und denke, dass ich damit auch richtig liege: er meinte, dass es gewagt sei, weil es zum Einen wohl schon kalt oder es zumindest kein barfußübliches Wetter mehr war und zum Anderen dachte er dabei wohl an Glas und anderen Unrat, der durch rücksichtslose Leute verursacht und hinterlassen wird.
Die deutsche Schreibschrift (Sütterlin), die Forbi erwähnte, lernte ich in dem Internat am Bodensee, in dem ich war, übrigens auch.
Liebe Grüße,
Andi
Hallo Andi,
danke für Deine lieben Worte. Das positive Feedback gibt mir immer wieder die Bestätigung, dass ich alles richtig mache, mit dem Barfußlaufen. Früher habe ich mich immer geschämt für Dinge, die nicht „zivilisationsgerecht“ sind, aber inzwischen sind mir die Reaktionen der Leute auf mein Barfußlaufen egal. Manchmal ertappe ich mich sogar dabei, es zu genießen. Neulich fragte mich eine Verkäuferin, ob ich Schuhe hasse. Das verneinte ich. Aber ich erklärte ihr, dass ich mich barfuß einfach wohler fühle und dies hauptsächlich aus gesundheitlichen Gründen mache. Sie fand das ganz interessant.
Ja, genau das Buch von Maria Treben „Gesundheit aus der Apotheke Gottes“ habe ich. Das scheint so das bekannteste Buch zu sein, vermute ich mal.
Das mit dem Mann hab ich gar nicht so gesehen, dass er es vermutlich mit Sorge um meine Fußgesundheit gesagt hatte. Da könntest Du wohl Recht haben. Danke.
LG und einen schönen 1. Advent
Conny
Hallo Conny!
Ich danke Dir für Deine Rückmeldung und ja, ich denke, Du machst alles richtig, ich genieße es natürlich auch und auch die schönen Reaktionen der Leute auf meine Barfüßigkeit. Danke für Deine Wünsche, ich wünsche Dir und Deiner Familie eine schöne Weihnachtszeit sowie einen guten Start ins neue Jahr.
Liebe Grüße,
Andi
Danke für deinen tollen Beitrag
Ich bin selbst seit circa 14 Jahren barfuß unterwegs.
In der Arbeit musste ich leider immer noch Schuhe anziehen, aber in der Freizeit bin ich nur noch barfuß, egal wo. Es ist so angenehm einfach aus dem Haus raus zulaufen, ohne sich Socken und Schuhe anziehen zu müssen.
Mir selbst fällt meistensgar nicht mehr auf, dass ich barfuß unterwegs bin. Ich merke es erst, wenn manche Leute mich komisch ansehen.
Nur der Split auf Wanderwegen im Wald ist schon sehr unangenehm.
Bei Temperaturen unter 0°, ziehe ich manchmal aber doch Barfuß-Schuhe an.
Mach weiter so
Viele Grüße, Jo
Hallo Jo!
Ja, Split ist echt eine Zumutung, ich meine jetzt den feinen Split auf den Bürgersteigen und im Frühjahr wird der Mist nicht mal weg gekehrt, dann ist Salz sogar besser, denn das ist am nächsten Tag in der Regel weg. Klar, wenn es noch liegt und bei Kälte seine Wirkung entfaltet, ist das Barfußgehen darauf unmöglich und es ist dringendst davon abzuraten, ich habe damit zwei Mal meine Erfahrung gemacht, beide Male am gleichen Tag, das war Anfang 2005.
In dem Fall meine ich aber den Split auf den Gehwegen, das scheint mir vor allem in Bayern und Baden Württemberg so schlimm zu sein, denn ich besuchte mal eine Frau in München, da konnte ich fast nicht auf dem Bürgersteig gehen und das Gleiche war in Weißenhorn nahe Vöhringen an der Iller der Fall, wo meine Bekannte wohnt, wir fuhren zwei Mal nach Weißenhorn auf den Faschingsumzug und beide Male waren die Bürgersteige übersät voll mit kleinem Split, echt schlimm!
Liebe Grüße,
Andi
Hallo Jo,
danke für Deine lieben Worte.
Wow, 14 Jahre barfuß, das ist ja schon fast ein Jubiläum. Ich glaube, da ist es wohl verständlich, dass Du das Barfußsein gar nicht mehr merkst. In der Tat, finde ich es auch einfach herrlich, nicht erst ewig Socken und Schuhe anziehen zu müssen, ohne geht´s halt schneller.
Aber Du sagst es, jetzt wo inzwischen auch überall nicht mit Streusalz gespart wird, bevorzuge ich dann doch lieber meine Leguanos (meine Sommerschuhe solange es noch relativ trocken ist).
Eine schöne Adventszeit und liebe Grüße Conny
Kurrentschrift, wie geil! Ich habe mir als Schüler mal Sütterlin beigebracht, was ich damals auch lesen und schreiben konnte. aber Kurrent ist ja nochmal eine ganze Nummer schwieriger. Ich tue mich immer noch schwer damit, es vollständig zu entziffern. Schreiben kann ich das überhaupt nicht…
Ach ja, das Thema war eigentlich barfuß… Alles super, Du machst das genau richtig. Hör auf Dein Gefühl und nicht auf andere Leute, aber achte dabei auf Deinen Körper. Auch ich habe schon leichte Erfrierungen hinter mir und tendiere in meinem inzwischen 10ten Barfußwinter dazu, wieder öfter Schuhe zu tragen, zumindest Sandalen. Die alten Birkis isolieren mit der dicken Korksohle sehr gut von unten. Damit kühle ich nicht so schnell aus, aber die Zehen sind trotzdem an der frischen Luft. Viele Grüße und weiter so!
Hallo Forbi,
danke für Deine tollen Worte. Da ich ja sehr gerne schreibe, war für mich das Erlernen der Kurrentschrift (ist ja wie Sütterlin) eine richtige Freude. Vor einigen Jahren wurde im Ort ein Kurs angeboten. Um aber weiterhin zu üben, hatte ich bei brieffreunde.de eine wirklich nette Brieffreundin kennengelernt und seitdem schreibe ich regelmäßig mit ihr.
Danke auch für die Bestätigung. Hatte immer mal darüber nachgedacht, ob das Barfußlaufen für mich das Richtige sei. Ich muss auch gestehen, es gab Tage, an denen ich dachte, es aufzugeben. Zum Glück habe ich es jedoch nicht.
VG
Liebe Conny,
vielen herzlichen Dank für deinen ausführlichen Erfahrungsbericht – ich finde es großartig, dass du deine Eindrücke so offen mit uns teilst!
Du bist eine spannende Frau und gehst sehr aufmerksam und achtsam mit Deinem Körper um. Das ist eine gute Voraussetzung, um auch in der kalten Jahreszeit unbeschadet so oft wie Du es möchtest, barfuß sein zu können. Dich dabei von oben bis zu den Knöcheln warm einzupacken, wie Du es bereits machst, kann vor zu schnellem Auskühlen über die Füße schützen.
Ich möchte an dieser Stelle (auch für andere Leser) einen sehr wichtigen Hinweis ergänzen:
Beim Barfußlaufen auf sehr kalten Untergründen und ganz besonders auf Schnee und Eis ist wirklich große Vorsicht geboten. Es hilft sehr, regelmäßig auf die Farbe der Fußsohlen! und Zehen sowie auf das eigene Empfinden zu achten. Werden die Fußsohlen und die Unterseiten der Zehen weiß oder fühlen sich die Füße taub bzw. „wie auf Watte“ an, sollte man sofort abbrechen – das sind wichtige Warnsignale.
Wir erhielten letztes Jahr sogar eine Rückmeldung von einem Barfußläufer, der nach einem längeren Lauf im Schnee so ernste Erfrierungen erlitten hatte, dass er um ein Haar seine Füße verlor. So etwas kann leider schneller passieren, als man denkt.
Wir wünschen Dir weiterhin ganz viel Spaß beim Barfußlaufen und bleib stets wachsam!
Herzlichst
Eva
Ein toller Gastbeitrag mit schönen Erfahrungen!
Bei -6°C sind die Barfußgrenzen bei mir überschritten, seit ich mir eine schwarze Erfrierungsblase auf der Fußsohle eingehandelt hatte.
Vielleicht macht es tatsächlich einen Unterschied täglich durchgehend ohne Schuhe unterwegs zu sein, nicht so wie ich nur an vier Tagen mit jeweils 2 Stunden pro Woche.
Die dicken Streusteine im Winter sind leider auch eine größere Herausforderung!
Weiter so!
Liebe Grüße aus Wien
Helga
Liebe Helga,
vielen Dank für Dein Feedback zu meinem Gastbeitrag. Ja, in der Tat laufe ich den ganzen Tag barfuß, vor allem zu Hause. Draußen jedoch ist es unterschiedlich. Natürlich meistens barfuß, aber ich ziehe auch ab und zu mal meine Leguanos an, kommt ganz auf darauf an, was ich vor habe.
Im Sommer z.B., wenn die Sonne so richtig brennt und der Asphalt qualmt, dann bevorzuge ich auch lieber Barfußschuhe, Brandblasen sind wohl genauso schlimm, wie Frostbeulen. Und jetzt, wo bei uns die Temperaturen sogar bis -15° Grad gefallen sind, ziehe ich natürlich auch Schuhe an. Es ist zwar immer noch trocken und sonnig bei uns, dennoch gehe ich bei diesen Temperaturen kein Risiko ein. Ich denke aber, je öfter und länger man barfuß läuft, desto mehr verändert sich das Empfinden an den Füßen. Aber wie Eva richtig schreibt, man muss auf sich achtgeben und immer stets die Füße im Auge behalten.
LG Conny