Toller Allgäuer Barfuß-Winter 2015

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Ein Barfuß-Winter neigt sich dem Ende

Die vergangenen Wochen standen aufgrund des interessanten Klimas ganz im Zeichen eines tollen Barfuß-Winter. Das Wetter abwechslungsreich – ähnlich wie im April. Es gab viel Schnee, entsprechend frostige Temperaturen bis in den 2-stelligen Minusbereich, dafür aber auch milde Tage mit viel Sonne und demgegenüber bis zu freundlichen 11 Grad.

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Winterspaß bei eisiger Kälte

Gerade in der letzten Woche hat sich der Winterspaß auf mein häusliches Umfeld beschränkt.

In den Nächten sank die Temperatur auf bis zu -21 Grad und in der Mittagszeit blieb es immer noch um die -4 bis -8 Grad. Entsprechend war dann auch für mich kein Barfußwetter mehr 🙂 Alles hat seine Grenzen und die sind in diesen Tagen deutlich definiert. Nur die kurzen Wege zum Kompost, ums Haus herum zum Briefkasten, zur Garage etc. sind auch bei solchen Temperaturen weiterhin barfuß möglich. Das heißt, sie sind für mich durchaus angenehm und belebend, was ich auf die feste, robuster gewordene Fußsohle zurückführe. Wichtig ist jedoch, dass die Füße dabei nicht nass werden, um ein Anfrieren auf den Steinplatten zu verhindern. Bei diesen Temperaturen ist demzufolge allerhöchste Achtsamkeit notwendig !!!

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Für die Wege zum Stall und ins Dorf schlüpfte ich in die Leguano . Von diesen Minimalschuhen bin ich begeistert. Ebenso wie gestern, als der Schnee – bei 0 Grad und Schneeregen – nass und babsch wurde. Dadurch wurden die Füße in den Leguano ebenfalls nass, blieben aber trotzdem warm und fühlten sich wohl. Das liegt an der Bewegung, die die Zehen und der gesamte Fuß, in diesen Minimalschuhen haben.

Die schöne Seite des Winters mit seinen frostigen Temperaturen zeigt sich kurz nach der Dämmerung am Morgen. Das Licht ist dann ganz besonders, die Farben tief, die Luft klar und frisch….

22.01.2016

Faszinierender Sonnenaufgang am Stall.

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Winterpause Buchenwald

Die Wiesen, Felder und Wege bei uns im Allgäu sind seit Wochen gefroren. Manchmal sind sie mit Schnee, oft einfach aber auch nur dick mit Reif bedeckt. Deshalb bieten sich die Buchenwälder als ideale Barfuß-Oasen an. Das Laub liegt locker und oft knöchelhoch. Darunter ist der Boden temperiert, also nicht gefroren. Entsprechend genussvoll können sich die Zehen unter die raschelnden Blätter in die Erde drücken, Bucheckern ertasten sowie kleine Wurzel- und Ästchen. Mal ist die Erde trocken, mal wieder feucht, je nachdem, ob man am Hang oder in der Ebene läuft. Geht man achtsam, stößt man sich auch nicht an den im Laub verborgenen Wurzeln, Ästen oder auch vereinzelten Steinen. Im Buchenwald kann man den Herbst einfangen – es ist wie eine Zeitreise. Beim Verlassen betritt man wieder den Winter 🙂

Barfußabdruck im Waldboden

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Bis auf wenige Ausnahmen, in denen ich frühmorgens bei knackiger Kälte Zehenschutz oder Leguano trug, konnte ich ansonsten die ganze Zeit barfuß unterwegs sein.

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Zum Beispiel habe ich kleine Barfuß-Wanderungen in die Umgebung unternommen. Mit dem Pony zu einem herrlich, sonnig-warmen Graszirkel inmitten der weißen Landschaft….

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Hier machen wir gerne Rast, obgleich es um uns herum noch winterlich weiß ist. Das junge, zaghaft sprießende Gras ist köstlich. Schließlich gibt es seit 3 Monaten fast nur Heu und mein Pony ist daher für jede Abwechslung dankbar.

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Abgesehen von uns sind auch schon einige kleinere Insekten unterwegs. Während mein Pony am Gras knabbert, genieße ich einen mitgebrachten Grünen Smoothie.

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Barfuß und Barpfotig

Heute habe ich vierpfotige Gesellschaft. Mit dem Hund einer Freundin will ich auf den Fahrenberg, einem kleinen Hügel mit „Gipfelkreuz“ über Roßhaupten…. Ebenso wie ich, braucht auch Hund täglich Bewegung.

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Der Asphalt ist grobkörnig und infolge der frostigen Bodentemperatur alles andere als angenehm zu laufen. Andererseits beginnt nach ca. 1 km der Weg querfeldein über die Wiesen. Also durchhalten….

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Der Hinweg im Zeitraffer 🙂 als 6-Minuten-Video:

Vor einigen Tagen habe ich eine Tour mit dem Rad um den Forggensee gemacht – 34 km – barfuß natürlich – bei 6,5 Grad. Immerhin mit Sonnenpausen auf den wenigen Bänken mit Bergblick, die in der Winterzeit nicht abmontiert werden. Der Forggensee wird im Spätherbst abgelassen, um infolgedessen im Frühjahr Platz für das Schmelzwasser aus den Bergen zu schaffen. Dadurch sieht er aus wie eine Mondlandschaft und erhält überdies einen besonderen Reiz zu einer barfüßigen „Wattwanderung“.

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In der laubfreien Zeit hat man an den meisten Stellen entsprechend freie Sicht auf den See.

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Heute dagegen sieht die Landschaft schon wieder so aus: Schnee soweit das Auge reicht.

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Übrigens macht Barfußlaufen süchtig – selbst bei winterlichen Temperaturen laufe ich häufig dort, wo die Sonne hin scheint und den Schnee hat wegschmelzen lassen, barfuß. Ich kann gar nicht anders 🙂

 

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Aktualisiert von Eva Maria Lockstaedt am 19. Mai 2018

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